Kostenloses Webhosting: Die besten Optionen im Jahr 2026

Eine Website ohne jegliche Kosten zu starten, ist 2026 problemlos möglich. Mehrere Plattformen bieten kostenloses Webhosting mit ausreichend Funktionen für persönliche Projekte, Portfolios und Prototypen. Doch kostenlos bedeutet nicht ohne Kompromisse. Begrenzte Bandbreite, fehlende Datenbanken, aufgezwungene Subdomains — jeder Dienst bringt eigene Einschränkungen mit sich.

In diesem Leitfaden bewerten wir die sechs besten Lösungen für kostenloses Hosting, die heute verfügbar sind. Wer stattdessen einen leistungsfähigen Hoster mit garantierten Ressourcen und Support sucht, findet in unserem Vergleich der besten Webhoster die passenden kostenpflichtigen Angebote. Hier konzentrieren wir uns ausschließlich auf Lösungen zum Nulltarif.

WICHTIGSTE PUNKTE
  • Netlify und Vercel dominieren das Gratisangebot für statische und JAMstack-Websites.
  • InfinityFree ist die einzige ernsthafte Option, um PHP + MySQL kostenlos zu hosten.
  • Die Grenzen sind schnell erreicht: Performance, SLA und Traffic über 500 Besuche pro Tag.
  • Ein Wechsel zu bezahltem Hosting wird unerlässlich, sobald ein Projekt professionell oder kommerziell wird.

Vergleichstabelle: Kostenloses Webhosting 2026

Hier sind die wichtigsten Spezifikationen jedes getesteten Gratis-Hosters, aktualisiert im März 2026.

Dienst Speicher Bandbreite PHP / DB SSL Bewertung
InfinityFree 5 GB Unbegrenzt* PHP 8.2 / MySQL Ja 7/10
000webhost 300 MB 3 GB/Monat PHP 8.0 / MySQL Ja 6/10
GitHub Pages 1 GB 100 GB/Monat Nein (statisch) Ja 8/10
Netlify Free Unbegrenzt 100 GB/Monat Nein (JAMstack) Ja 9/10
Vercel Free Unbegrenzt 100 GB/Monat Nein (Serverless) Ja 9/10
Render Free Unbegrenzt 100 GB/Monat Node, Python, Go / PostgreSQL Ja 8/10

* InfinityFree wirbt mit unbegrenzter Bandbreite, wendet jedoch eine Fair-Use-Richtlinie an, bei der ab einem bestimmten Schwellenwert gedrosselt wird.

InfinityFree: Klassisches Gratis-Hosting mit PHP und MySQL

InfinityFree bleibt eine der wenigen Möglichkeiten, eine PHP-Website mit MySQL-Datenbank kostenlos zu hosten. Mit 5 GB Speicherplatz, PHP 8.2 und einem kostenlosen SSL-Zertifikat lässt sich WordPress, Joomla oder jedes andere PHP-basierte CMS installieren. Das Control Panel ist funktional, und One-Click-Installer erleichtern den Einstieg.

Die Einschränkungen sind allerdings real: kein SSH-Zugang, gelegentlich langsame Antwortzeiten und ein aggressives Anti-Bot-System, das auch legitime Besucher blockieren kann. Der Dateimanager ist einfach gehalten, und es gibt keine Git-Integration oder Staging-Umgebung. Für einen persönlichen Blog oder eine Visitenkarten-Website mit wenig Traffic reicht es aus. Sobald der Traffic jedoch einige hundert Besuche pro Tag übersteigt, brechen die Leistungen ein. Datenbankabfragen werden langsam, Seiten laden mit Zeitüberschreitungen, und die Nutzererfahrung leidet spürbar. Wer einen soliden Shared-Hoster mit echten Ressourcen in Betracht zieht, findet in unserer o2switch-Bewertung einen konkreten Vergleich.

000webhost: Die Gratis-Stufe von Hostinger

000webhost, im Besitz von Hostinger, bietet kostenloses Hosting mit PHP und MySQL, allerdings mit stark begrenzten Ressourcen: 300 MB Speicher und 3 GB monatliche Bandbreite. Zudem erzwingt der Dienst eine Stunde tägliche Ausfallzeit, was ihn für jede Website ungeeignet macht, die rund um die Uhr erreichbar sein muss.

Die Oberfläche ist einfach und die Bereitstellung schnell. WordPress lässt sich per One-Click-Tool installieren, doch die Performance mit jedem CMS bleibt angesichts der knappen Ressourcen enttäuschend. Letztlich dient 000webhost hauptsächlich als Lockangebot für Hostingers kostenpflichtige Tarife. Was Hostinger in der Vollversion bietet, zeigt unsere ausführliche Hostinger-Bewertung. Im Gratisangebot erinnern eingeblendete Werbung und Ressourcenbeschränkungen ständig daran, dass Kostenlos seinen Preis hat.

GitHub Pages: Die Wahl der Entwickler für statische Seiten

GitHub Pages ist ein Hosting-Dienst für statische Websites, der direkt in GitHub integriert ist. Er unterstützt HTML, CSS, JavaScript und den Static-Site-Generator Jekyll. Mit 1 GB Speicher, 100 GB monatlicher Bandbreite und automatischem SSL ist er eine solide Lösung für Portfolios, technische Dokumentation und Landing Pages.

Der Hauptvorteil: Die Bereitstellung ist an Git gekoppelt, was einen sauberen, versionierten Workflow garantiert. Jeder Push auf den vorgesehenen Branch löst automatisch einen Rebuild und ein Deployment aus. Eigene Domains werden unterstützt, und GitHubs Infrastruktur sorgt für ausgezeichnete Verfügbarkeit. Der Hauptnachteil: kein PHP-Support, keine Datenbanken, keinerlei serverseitige Verarbeitung. Es ist reines statisches Hosting. Kontaktformulare, Suchfunktionen oder andere dynamische Features sind nur über externe APIs möglich. Wer die verschiedenen Hosting-Architekturen verstehen möchte, findet in unserem Leitfaden VPS vs. Shared Hosting eine Erklärung der grundlegenden Unterschiede.

Netlify Free: Das umfassendste kostenlose JAMstack-Hosting

Netlify hat das Hosting statischer Websites mit einem modernen JAMstack-Ansatz neu definiert. Die kostenlose Stufe ist bemerkenswert großzügig: unbegrenzter Speicher, 100 GB Bandbreite, Continuous Deployment aus Git, Serverless Functions (125.000 Anfragen pro Monat), integrierte Formulare und ein weltweites CDN. Alles mit automatischem SSL und Deploy-Previews für jeden Pull Request.

Für eine Unternehmenswebsite, einen Blog mit Hugo, Gatsby oder Next.js im Static Export ist Netlify wohl das beste kostenlose Webhosting im Jahr 2026. Das Build-System unterstützt Dutzende von Frameworks, und das Plugin-Ökosystem erweitert die Funktionalität, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Die Grenzen zeigen sich bei Serverless Functions und der Teamgröße (nur ein Mitglied im Gratistarif). Auch Analytics und Identity Management sind im Gratistarif eingeschränkt. Wenn Ihr Projekt WordPress oder ein dynamisches CMS benötigt, müssen Sie sich anderweitig umsehen — etwa bei den spezialisierten Hostern in unserem Ranking der besten WordPress-Hoster.

Vercel Free: Das ultimative Next.js-Hosting

Vercel, gegründet vom Team hinter Next.js, bietet eine kostenlose Stufe, die auf moderne JavaScript-Frameworks zugeschnitten ist. Die Ressourcen ähneln Netlify — unbegrenzter Speicher, 100 GB Bandbreite, Serverless Functions —, doch die native Next.js-Integration liefert SSR (Server-Side Rendering) und ISR (Incremental Static Regeneration) ohne Konfigurationsaufwand.

Das Deployment erfolgt sofort über GitHub, GitLab oder Bitbucket. Edge Functions und Middleware funktionieren auch im Gratistarif. Preview-Deployments für jeden Branch ermöglichen eine sorgfältige Überprüfung aller Änderungen vor dem Go-Live. Für JavaScript-Entwickler ist es die naheliegende Wahl. Die wichtigste Einschränkung betrifft die kommerzielle Nutzung: Vercel untersagt die kommerzielle Nutzung im kostenlosen Hobby-Plan, sodass ein Upgrade auf den Pro-Plan nötig wird, sobald das Projekt Einnahmen erzielt. Auch die Build-Minuten sind auf 6.000 pro Monat begrenzt, was bei großen Projekten mit häufigen Deployments eng werden kann. Um die Kosten für Webhosting bei einem kommerziellen Projekt richtig einzuschätzen, hilft unser Preisvergleich bei der Budgetplanung.

Render Free: Die kostenlose PaaS mit Backend-Unterstützung

Render hebt sich von den anderen kostenlosen Optionen ab, indem es echten Backend-Support bietet: Node.js, Python, Go, Rust, Ruby, mit einer kostenlosen PostgreSQL-Datenbank (begrenzt auf 90 Tage, danach Löschung). Statische Seiten erhalten unbegrenztes Hosting mit CDN, während dynamische Webdienste über 750 Laufzeitstunden pro Monat verfügen.

Der größte Nachteil: Kostenlose Dienste werden nach 15 Minuten Inaktivität heruntergefahren und benötigen beim ersten Aufruf 30 bis 60 Sekunden zum Neustart (Cold Start). Die kostenlose PostgreSQL-Datenbank wird nach 90 Tagen gelöscht — man muss seine Daten rechtzeitig exportieren oder upgraden. Für einen Prototyp oder eine Entwicklungs-API sind diese Einschränkungen akzeptabel. Für eine Produktivseite nicht. Render ist ein ausgezeichnetes Testfeld, um Technologien zu evaluieren, bevor man zu einem kostenpflichtigen Hosting wechselt — und wer noch zwischen den Optionen schwankt, findet in unserem umfassenden Leitfaden Wie hoste ich eine Website alle notwendigen Schritte für die richtige Entscheidung.

Wann sollte man vom kostenlosen Hosting wechseln?

Kostenloses Hosting eignet sich hervorragend zum Lernen, Prototyping oder für ein persönliches Projekt mit wenig Traffic. Doch mehrere Anzeichen deuten darauf hin, dass ein Upgrade auf einen kostenpflichtigen Tarif fällig ist:

  • Unzureichende Performance — Wenn Ihre Website mehr als 3 Sekunden zum Laden braucht, springen Besucher ab und Google stuft Sie in den Suchergebnissen herab. Gratishoster teilen Ressourcen aggressiv auf Hunderte von Konten auf demselben Server auf, was die Antwortzeiten und die Verfügbarkeit direkt beeinflusst.
  • Wachsender Traffic — Über 500 tägliche Besuche hinaus stoßen die meisten Gratistarife an ihre Grenzen. Die Seiten laden langsamer, Timeouts häufen sich, und die Nutzererfahrung wird frustrierend. Hoster wie PlanetHoster oder OVHcloud bieten erschwingliche Shared-Tarife mit deutlich mehr Ressourcen und stabilerer Performance.
  • Bedarf an Zuverlässigkeit — Kein SLA bei Gratistarifen, kein priorisierter Support, keine garantierten automatischen Backups. Wenn Ihre Website um 2 Uhr nachts ausfällt, gibt es niemanden, den Sie anrufen können. Für eine professionelle Website oder einen Online-Shop ist dieses Risiko nicht tragbar.
  • Technische Anforderungen — Professionelle E-Mail, mehrere Datenbanken, SSH-Zugang, erweiterte Cron-Jobs, Staging-Umgebungen: All das erfordert kostenpflichtiges Hosting. Ein Hoster mit Sitz in Frankreich, wie jene in unserem Leitfaden für Webhosting in Frankreich, bietet zudem Servernähe, DSGVO-Konformität und französischsprachigen Support, was für europäische Projekte wichtig sein kann.

FAQ — Kostenloses Webhosting

Eignet sich kostenloses Hosting für eine WordPress-Website?

Technisch gesehen ja, mit InfinityFree oder 000webhost, die PHP und MySQL unterstützen. In der Praxis reicht die Leistung für WordPress nicht aus, sobald Plugins hinzukommen und regelmäßiger Traffic eintrifft. Die Ladezeiten steigen schnell auf über fünf Sekunden, was sowohl Besucher als auch Suchmaschinen abschreckt. WordPress benötigt erhebliche Serverressourcen — ein kostenpflichtiger Shared-Tarif ab etwa 3 EUR pro Monat ist eine minimale Investition für einen ordnungsgemäßen Betrieb.

Sind kostenlose Hosting-Dienste sicher?

Die meisten bieten ein kostenloses SSL-Zertifikat, das Daten bei der Übertragung schützt. Die serverseitige Sicherheit — Updates, Firewalls, Kontoisolierung — liegt jedoch selten auf dem Niveau eines kostenpflichtigen Hosters. Auf Gratisplattformen mit PHP können Server-Nachbarn ein Risiko darstellen. GitHub Pages, Netlify und Vercel bieten bessere Sicherheit, da sie ausschließlich statische Inhalte ausliefern.

Kann man eine eigene Domain bei kostenlosem Hosting nutzen?

Ja, alle in diesem Vergleich vorgestellten Dienste ermöglichen die Nutzung einer eigenen Domain. GitHub Pages, Netlify, Vercel und Render richten sie mit wenigen Klicks und automatischem SSL ein. InfinityFree und 000webhost unterstützen dies ebenfalls, wobei die DNS-Konfiguration weniger intuitiv sein kann. Die Domain selbst bleibt kostenpflichtig (etwa 10 EUR pro Jahr) — nur das Hosting ist gratis.